"FeM ist ein großer Rückhalt für betroffene Mädchen"

JP Feidner, Equinix

Warum engagieren Sie sich für FeM? 

Zum einen habe ich selbst eine Tochter (geb. 2010) und einen Sohn (geb. 2013), die man natürlich um jeden Preis schützen möchte - da ist die präventive und aufklärende Arbeit von FeM immens wichtig und hilfreich. Zum anderen macht es mich einfach immer sehr traurig, wenn ich über die teilweise grausamen Schicksale von Kindern lese oder höre. Kinder sind zwar starke Persönlichkeiten, aber trotzdem zu einem großen Grad schutzlos und dies wird zu oft auf vielfältige Weise ausgenutzt. Hier sehe ich FeM als Anlaufstelle und großen Rückhalt, insbesondere für betroffene Mädchen. 

Als Schutzengel die Organisation zu unterstützen, ist mir daher ein besonderes Bedürfnis.

Wie engagieren Sie sich für FeM? 

Ich versuche FeM mit meinem Schutzengelbeitrag in finanzieller Form zu unterstützen. Zudem habe ich bereits fest auf meiner Agenda viel Werbung für die wichtige Arbeit zu machen und andere auch dazu zu bewegen, hier unterstützend tätig zu werden.

Als Geschäftsführer von Equinix freue ich mich aber auch ganz besonders, dass wir, als in Frankfurt ansässiges Unternehmen, ab sofort FeM unterstützen - durch Spenden, Hilfsaktionen, bei Werbung oder Unterstützung beim Netzwerken bei besonderen Anliegen.

Warum sind Organisationen wie FeM wichtig? 

Private Organisationen sind nicht einfach nur eine Ergänzung zu staatlichen Angeboten. Oftmals ist die Unterstützung durch private Organisationen deutlich effektiver als offizielle Anlaufstellen & Ämter. 
Organisationen wie FeM sind meist nicht nur „lokaler“, also deutlich näher an den Menschen in der Region, auch die fehlende Bürokratie bei der Hilfeleistung ist ein Riesenvorteil.

Mädchen können sich schnell und unkompliziert an FeM wenden und bekommen anonyme Hilfe, ohne mit ihrem Thema direkt bei einer Behörde registriert zu sein, denn dies birgt immer auch ein Risiko, v. a. wenn Anonymität wichtig ist. 

Welche Frau oder welches Mädchen beeindruckt Sie besonders? 

Ich kann gar keinen bestimmten Namen oder eine Person nennen. Es sind immer Frauen oder Mädchen, die sich selbst zurücknehmen für andere. 
Das kann eine alleinerziehende Mutter sein, die alles alleine meistert, oder auch die Oma, die im wohlverdienten Ruhestand auf einmal die Erziehung von Waisen übernehmen muss. Ich bin immer gleichermaßen beeindruckt und traurig, wenn ich Bilder sehe, wie junge Mädchen schon Verantwortung für Erwachsene übernehmen müssen - Mädchen, die für die Familie kochen, wenn die Eltern arbeiten sind oder die „Ersatzmama“ für Geschwister sein müssen, bei schwierigen familiären Konstellationen.
 
Also allgemein immer diejenigen, die nicht ihr normales Leben leben dürfen und dies trotzdem meistern!

Wo treffen wir Sie real oder virtuell, beruflich oder in der Freizeit? 

Ohne Pandemie kann man meine Familie und mich oft in den Restaurants, bevorzugt im Außenbereich / Biergarten, in Rheinhessen und im Rheingau antreffen. Wir lieben es bei schönem Wetter spontan wohin zu fahren oder zu laufen - egal ob Rad oder Auto - und dort nach einem Spaziergang gut einzukehren und ein tolles Essen und natürlich einen regionalen Wein zu uns zu nehmen.

Ansonsten sieht man uns auch oft und gerne „wo es warm ist“. Wir reisen als Familie unheimlich gerne und viel, was wir hoffentlich auch bald wieder aufnehmen können.

Was sollten unsere Leser*innen unbedingt lesen oder sehen? 

Ich finde es großartig, dass derzeit sehr viele ernste Themen als Bio-Filme und Doku-Serien bereitgestellt werden. Vielleicht sind die Themen darin nicht immer „in voller Gänze“ dargelegt, aber dieses Entertainment führt zumindest dazu, dass sich mehr Menschen mit dem Thema befassen und danach eventuell weiter einsteigen.
Mich hat vor kurzem u.a. „When they see us“ auf Netflix bewegt – eine Miniserie, die zeigt, wie systemischer Rassismus die Leben von 5 schwarzen Minderjährigen zerstört. Oder die Doku „Der 13.“ (auch auf Netflix), ebenfalls zum Thema Rassismus. Auch „The Trial of the Chicago 7“ war sehr bewegend und zugleich ein verstörender Einblick in das Rechtssystem. Ansonsten sind Musiker-Biografien immer „mein Ding“.

Da ich vor der Pandemie oftmals viel unterwegs war, habe ich auch immer sehr gerne Audiobücher gehört. Krimi & Thriller geht immer, sonst auch hier sehr gerne Biografien wie Steve Jobs oder Elon Musk, aber auch „Fortbildung“. Insbesondere „Find Your Why“ hat es mir angetan. Es ist ein Wegweiser, sein ganz persönliches „Warum“ zu finden – also warum man macht, was man macht... aber Vorsicht, vielleicht findet man auch heraus, dass man – z. MaB. beruflich - eigentlich etwas ganz anderes tun sollte. ;)

Danke & #StayHealthy
 
JP Feidner
Managing Director Germany
#InServiceTo 

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